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Denkwege zu Luther
Philosophische Projektwochen für Schüler/innen und als Weiterbildung für Lehrer/innen
Mit der Überzeugung „Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan“ hat Martin Luther Geschichte gemacht: Er beugte sich nicht vor den Mächtigsten seiner Zeit, sondern berief sich auf sein Gewissen, das allein an Gott gebunden ist. Wie sehr die Impulse der Reformationszeit die Gegenwart prägten, will der Beitrag der Evangelischen Akademien in Thüringen und Sachsen-Anhalt zur Dekade „Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ vermitteln.

Dafür bieten wir fächerübergreifende Projekte für Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse und Berufsschulen an – bezogen auf Lehrplaninhalte in den Geistes- und Naturwissenschaften.

Reformatoren und Humanisten liefern den Leitfaden für das Philosophieren mit Jugendlichen nahe an ihrer Lebenswirklichkeit: Nach welchen Maximen gestalte ich mein Leben? Was hat das Streben nach Erfolg, Leistung und Anerkennung mit dem Streit um den Ablasshandel zu tun? Wie viel Freiheit vertragen wir heute? Was kann man für den aktuellen Disput zwischen Hirnforschern und Philosophen über den freien Willen von Luther und Erasmus von Rotterdam lernen?

Das philosophierende Gespräch soll das Verständnis von Freiheit und Personsein, Politik und Moral, Berufs- und Arbeitsethos, religiösem und politischem Fundamentalismus vertiefen. Es erweitert die Möglichkeiten eigener Lebensgestaltung und verantwortlicher Teilnahme an gesellschaftlichen Diskursen über politische Kultur, soziales Engagement und Kriterien ethischen Handelns. Auch elementare Grundeinsichten zu Religion und Religionsgeschichte und ein Verständnis für die religiöse Dimension im menschlichen Dasein gehören dazu.

In mehrtägigen Projekten außerhalb der Schulen in Jugendbildungsstätten werden pädagogische Prozesse möglich, die innerhalb des Schulalltags kaum gestaltbar sind. Reformationsgeschichtlich bedeutsame Stätten werden in die Projektarbeit einbezogen. Wir bieten philosophische und pädagogische Erfahrungen, organisatorische Mitarbeit sowie Beratung bei der Finanzierung an.

Die „Denkwege zu Luther“ erfolgen in Thüringen in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, in Sachsen-Anhalt mit dem Kultusministerium.

Dorothea Höck
in  Kooperation mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt
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Termine
 
Nach Absprache, spätestens jedoch vier Monate vor Projektbeginn.

Für den Herbst 2010 sind noch Termine für Projekttage frei:
4. bis 8. Oktober 2010;
15. bis 19. November 2010;
6. bis 10. Dezember 2010

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bei unserer Tagungsassistenz
Julia Büchner
Tel: 036202 - 984-0
buechner@ev-akademie-thueringen.de
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Das Projekt-Team
Evangelische Akademie Thüringen
Dorothea Höck, Pfarrerin, Philosophische Praktikerin,
Studienleiterin / Projektstelle Denkwege zu Luther
Zinzendorfplatz 3, 99192 Neudietendorf
Telefon: 036202 - 984-18
hoeck@ev-akademie-thueringen.de

Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt
Carsten Passin, Philosoph, Philosophischer Praktiker,
Referent für gesellschaftspolitische Jugendbildung
Schlossplatz 1 d, 06886 Lutherstadt Wittenberg
Telefon: 03491 - 4988-33
passin@ev-akademie-wittenberg.de
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Akademie-Veranstaltungen zum Thema
Reformation und Freiheit
Weiterbildung für Lehrerinnen und Lehrer in Geschichte, Religion, Sozialkunde, Ethik, Biologie
Was vermitteln uns Luthers Einsichten zu Gewissenfreiheit und Verantwortlichkeit des Einzelnen für ethisches Handeln heute? Wie verhalten sich der aktuelle Streit um die Willensfreiheit zwischen Philosophie und Naturwissenschaften zu reformatorischen Grundaussagen und der Position von Erasmus von Rotterdam? Was bedeutet der Satz: „Wo es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt“ (Dostojewski) vor dem Hintergrund der Theologie Luthers und bezogen auf die Verbrechen der Diktaturen des 20. Jahrhunderts? Mit diesem Seminar zur Vorbereitung des Themenjahres 2011 „Reformation und Freiheit“ innerhalb der Lutherdekade laden wir Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten und Fächer und alle Interessierten dazu ein, sich für die eigene Bildungsarbeit anregen zu lassen und das Angebot der „Denkwege zu Luther“ kennen zulernen.
Datum: 04. November bis 06. November 2010
Tagungsleitung: Dorothea Höck
Denkwege zu Luther
Mit Luther auf Orientierungssuche
Mit der Überzeugung „Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan“ hat Luther Geschichte gemacht, als er sich vor den Mächtigsten seiner Zeit auf dem Reichstag zu Worms nicht beugte, sondern auf sein Gewissen berief, das allein an Gott gebunden ist. Doch wie viel Freiheit vertragen wir heute? Wo sind wir bereit und in der Lage, Verantwortung für unser Leben und die Gemeinschaft zu übernehmen? Wo sind für uns, angesichts der Erwartungen an Anpassung und Erfolg, überhaupt noch Freiräume möglich?
Ein Seminar mit jungen Menschen über die eigene Suche nach Wegen und Entscheidungsmöglichkeiten an der Grenze zwischen Schulzeit und beruflicher Orientierung.
Datum: 08. September bis 11. September 2010
Tagungsleitung: Dorothea Höck
Der Reformator Luther – eine Gesellschaft im Wandel
ThILLM-Symposium zur Lutherdekade für Lehrer/ innen und in der außerschulischen Bildung Tätige
„Die Welt bedarf, um auch nur ihren weltlichen Stand äußerlich zu erhalten, guter, fähiger Männer und Frauen“, schrieb Martin Luther 1524 in einem offenen Brief an alle deutschen Bürgermeister und Ratsherren als Begründung für die Einrichtung von weltlichen, für alle offenen Schulen. Im Themenjahr „Reformation und Bildung“ beschäftigt sich das Symposium mit Personen und Themen der Reformation, vor allem aber mit der Vermittlung und Aktualisierung dieser Themen für Kinder und Jugendlichen von heute. Wie kann die Reformationszeit im Unterricht vermittelt werden? Welche museumspädagogischen Erfahrungen gibt es? Welche Angebote schulischer und außerschulischer Träger zur Lutherdekade können Ideen für die eigene Arbeit bieten?

Beginn: 9.00 Uhr
Datum: 20. März 2010
Tagungsleitung: Dorothea Höck
Was Luthers Enkel heute denken über …
Denkwege zu Luther. Philosophische Projektwoche mit Jugendlichen
Vor 500 Jahren fragten sich Menschen „Was ist mir heilig?“. Ins Heute übersetzt könnte dies lauten: „Wofür lebe ich? Was ist mir wirklich so wichtig, dass anderes nachrangig ist?“ Reformatorische Grundgedanken wie „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ oder: „Angenommen werden ohne eigene Vorleistungen“ wollen wir mit Jugendlichen, anknüpfend an die eigene Lebenssituation, durchdenken und (be-) greifbar werden lassen. Wir möchten mit unserem Beitrag zur „Dekade Luther 2017 – 500 Jahre Reformation“ Jugendliche dazu einladen, über die unverminderte Aktualität von Fragestellungen und Diskursen der Reformationszeit miteinander ins Gespräch zu kommen.
Datum: 22. Februar bis 26. Februar 2010
Tagungsleitung: Dorothea Höck
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Kontakt und Information
Dorothea Höck
Tel. 036202 - 98418
hoeck@ev-akademie-thueringen.de
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