Evangelische Akademie Thüringen

‹ alle Blogartikel anzeigen

Demokratie im Gespräch erleben – Bubble Crasher goes öffentlicher Stadtraum

  • Vorbereitungen auf Gespräche im öffentlichen Raum rund um den Gendarmenmarkt in Berlin. Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
    Vorbereitungen auf Gespräche im öffentlichen Raum rund um den Gendarmenmarkt in Berlin. Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
  • Warm-Up mit allen teilnehmenden Schüler:innen aus unterschiedlichen Schulen in Berlin und Brandenburg in der Französischen Friedrichstadtkirche. Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
    Warm-Up mit allen teilnehmenden Schüler:innen aus unterschiedlichen Schulen in Berlin und Brandenburg in der Französischen Friedrichstadtkirche. Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
  • Französische Friedrichstadtkirche Berlin. Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
    Französische Friedrichstadtkirche Berlin. Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
  • "Nicht ohne uns über uns". Foto: (c) Tippelhoffer/EAT
    "Nicht ohne uns über uns". Foto: (c) Tippelhoffer/EAT

Wie sieht die Welt außerhalb der eigenen Bubble aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich 18 Schüler:innen der Klassenstufen 9 bis 12 beim Bubble Crasher-Workshop im Rahmen des Demokratieforums der Evangelischen Akademie zu Berlin am 9. Juni 2026 in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin. Statt im Seminarraum fand der Bubble Crasher-Workshop dort statt, wo Demokratie jeden Tag gelebt wird, im öffentlichen Raum.

Nach einer gemeinsamen Reflexion über die eigenen Lebenswelten, Informationsräume und Gewohnheiten ging es schnell vom Nachdenken ins Handeln. Ausgestattet mit Kreide, Pappschildern und einer Portion Neugier machten sich die Jugendlichen auf den Weg in den öffentlichen Raum. Dort warteten kleine Challenges, Perspektivwechsel-Übungen und vor allem Begegnungen mit Menschen, die sie sonst vermutlich nicht angesprochen hätten.

Besonders beeindruckend war die Offenheit, mit der sich die Teilnehmenden auf die Gespräche einließen. Statt oberflächlicher Smalltalks entwickelten sie eigene Fragen, die schnell zu persönlichen und nachdenklichen Antworten führten. „Was erwartest du von deiner Zukunft?“, „Welchen Rat würden Sie uns, der jüngeren Generation geben?“ oder „Was bedeutet für dich Liebe?“ Fragen, die Passant:innen zum Nachdenken brachten und überraschende Geschichten hervorlockten.

Die Jugendlichen erfuhren dabei, wie bereichernd es sein kann, Menschen mit anderen Erfahrungen, Perspektiven und Lebensentwürfen zuzuhören. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Demokratie nicht nur in politischen Debatten stattfindet, sondern auch im alltäglichen Gespräch, im Interesse füreinander und in der Bereitschaft, die eigene Sichtweise zu hinterfragen.

Wer seine Bubble verlässt, entdeckt nicht nur neue Perspektiven, sondern oft auch unerwartete Gemeinsamkeiten. Genau darin liegt eine wichtige Grundlage für demokratisches Miteinander.