Evangelische Akademie Thüringen

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Mutig – stark – beherzt ׀ Evangelische Akademie Thüringen beim Kirchentag

  • Unter der Losung "mutig - stark - beherzt" wurde vom 30. April bis 04. Mai in Hannover Kirchentag gefeiert. Foto: © Schreiter/EAT
    Unter der Losung "mutig - stark - beherzt" wurde vom 30. April bis 04. Mai in Hannover Kirchentag gefeiert. Foto: © Schreiter/EAT
  • Susanne Kitlinski fasste die Diskussion des Podiums "Wem kann ich heute noch glauben?" als Graphic Recording zusammen. Grafik: Susanne Kitlinski, Open Sustain
    Susanne Kitlinski fasste die Diskussion des Podiums "Wem kann ich heute noch glauben?" als Graphic Recording zusammen. Grafik: Susanne Kitlinski, Open Sustain
  • Viel Austausch beim Erzählcafé "Wie lebt es sich in..." zu vielfältigen Lebensrealitäten in Deutschland. Foto: © Schreiter/EAT
    Viel Austausch beim Erzählcafé "Wie lebt es sich in..." zu vielfältigen Lebensrealitäten in Deutschland. Foto: © Schreiter/EAT
  • Spielerisch und kritisch wurde in einem Workshop auf die Ressorcen für Smartphones geschaut. Foto: © Müller/EAT
    Spielerisch und kritisch wurde in einem Workshop auf die Ressorcen für Smartphones geschaut. Foto: © Müller/EAT

Fünf Tage lang haben über 100.000 Christ:innen über das lange Maiwochenende in Hannover beim 39. Kirchentag ihren Glauben gefeiert, gestritten und diskutiert, gesungen, gebetet und so Vieles mehr. In den über 1.500 Veranstaltungen steckte auch ein bisschen Thüringer Akademiearbeit. Denn gleich zwei Studienleitungen der Akademie waren dabei und brachten Formate und Themen ein.

Durch die Mitarbeit in der Projektleitung des Zentrums Demokratie und Zusammenhalt gestaltete Dr. Annika Schreiter die Podien zum Thema „Ostdeutsch – Westdeutsch: mehr als nur ein Lebensgefühl“ und „Wem kann ich heute noch glauben? Desinformation und soziale Medien“ mit. Außerdem gehörte sie zum Leitungsteam von zwei der Mitmachforen – das sind Formate im Kirchentagsprogramm, die interaktiv und diskursiv für viele Teilnehmende gestaltet sind. Im Worldcafé „mutig – stark – demokratisch“ wurden Ideen für vielfältiges Engagement ausgetauscht. Vom Niedersächsischen Trachtenverein bis zum Jugendpolitischen Team der Ev. Jugend in Mitteldeutschland und von den „Omas gegen Rechts“ bis zu einem Aufforstungsprojekt in Argentinien berichteten Menschen darüber, wie sie vor Ort mutig und beherzt Demokratie gestalten und welche Herausforderungen es dabei zu meistern gibt. Im Erzählcafé „Wie lebt es sich in…?“ sprachen die Teilnehmenden über die Lebensrealität an ihrem Wohnort oder in ihrer Region. Neben Ausflugstipps wurde hier über regionale Unterschiede und Gemeinsamkeiten gesprochen. Entdeckt wurde dabei zum Beispiel, dass es die Eierschecke nicht nur in Dresden, sondern auch in Norddeutschland gibt. Oder dass der baldige Studienort Marburg viel lebenswerter ist als bislang vermutet.

Im Workshophaus des Kirchentages war Justus Müller an der Durchführung zweier Workshops beteiligt. Am Freitagnachmittag ging es, zusammen mit Konrad Magirius vom CJD, um Forumtheater. Mit Teilnehmenden im Alter von Anfang 20 bis über 70 entstanden zwei Szenen aus dem Leben auf dem Kirchentag. Es wurde ausprobiert, was man tun kann, wenn sich jemand rücksichtslos vordrängelt und man deswegen nicht mehr ins Konzert kommt oder wie man die eigenen Bedürfnisse nach Abstand, auch in den teilweise vollen Bahnen, durchgesetzt bekommt. Am Samstag ging es im Workshop „Für uns aus der ganzen Welt“, zusammen mit Tobias Thiel von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V., um die Ressourcen für Smartphones. Dieses Modul entstand im Rahmen der Reihe UNBOX IT der Ev. Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) als eine von sieben Methoden zur digitalen Selbstbestimmung. An vier Stationen wurden unter anderem die Schwierigkeiten beim Beschaffen seltenen Erden und dem Transport von Materialien und Chemikalien erlebbar gemacht.

Auch beteiligten sich beide Studienleitenden am Programm des et-Demokratie-Labs im Zentrum Junge Menschen.