Schwerter zu Seifenblasen

Friedensgottesdienst auf der Tagung. Foto: © ekmjugend 
Theaterstück „Einige Nachrichten an das All“ von Wolfram Lotz - vom Sommertheaterprojekt der EKM aufgeführt. Foto: © ekmjugend 
Justice.Peace.Imagination - Das Sketchbook-Kunstprojekt bei der Faju. Foto: © ekmjugend
Vom 12.01. bis 15.01.2026 fand erneut die jährliche ökumenische Fachjugendkonferenz in Bad Blankenburg statt. Unter dem Thema „Schwerter zu Seifenblasen… Frieden. Jugend. Verantwortung…“ kamen Mitarbeitende aus verschiedensten Bereichen der Jugendarbeit und Jugendbildung zusammen. Dabei war schnell klar: Alle wollen in einer Welt voller Seifenblasen leben. Doch wie geht man damit um, wenn Aggressoren diese Träume immer wieder zerplatzen lassen? Und wie kommt man mit Jugendlichen ins Gespräch, die wieder zum Schwert greifen sollen?
Dabei trafen auch verschiedene Grundhaltungen aufeinander.
- Krieg und Gewalt als Mittel zum Erhalt unserer Werte und Regeln.
- Krieg als das letzte Mittel, um größeres Leid, wie z.B. durch die Landbesetzung durch einen Tyrannen, Vertreibung von Bevölkerungsgruppen oder eine Gefahr für Minderheiten, zu verhindern.
- Pazifismus um jeden Preis.
Vorträge wie „Krieg als Ultima Ratio? Friedensethische Perspektiven und Dilemmata“ von Jens Lattke (EKM-Friedensbeauftragter) und „Gewalt und Religion“ mit Alexandra Dick (Friedensinstitut Freiburg), außerdem ein offenes Podium zu „Als Christin zur Armee? Wie hältst du es mit der Wehrpflicht?“ legten eine inhaltliche Basis, die in vielseitigen Seminaren aufgegriffen wurde. Themen waren unter anderem traumasensible Gespräche mit Jugendlichen über Krieg und Terror, Analysen von Alpha-Male-Influencern oder der Umgang mit Kriegerdenkmälern in Kirchen.
Zahlreiche Workshops zu gewaltfreier Kommunikation, Betzavta-Methoden zur Demokratiebildung und zivilen Widerstand mit bibliodramatischen Elementen dienten zur vertieften Auseinandersetzung. Ergänzt wurden sie durch erlebbare Formate wie Paintball-Reflexionen zu Fairness und Konfliktlösung, Juggern, Mission Diversity für inklusive Jugendarbeit sowie Strategien gegen „rage bait“ und „hate speech“.
Dazwischen boten die Pausen eine gute Gelegenheit zum Austausch, der Planung von gemeinsamen Projekten, ein paar Runden Fußball oder Volleyball und zum Gebet.
2027 findet die Fachjugendkonferenz erneut statt. Dieses Mal zum Thema Inklusion.