Wir suchen zum 1. August 2018 eine Studienleiterin/einen Studienleiter für den Themenbereich Medien / Kunst / Gesellschaft und für die Öffentlichkeitsarbeit der Akademie. Die Stelle hat einen Umfang von 75 Prozent (30 Wochenstunden). Sie können sich noch bis zum 27. Mai 2018 bewerben. Den vollständigen Text der Stellenausschreibung finden Sie auf der Website der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM).
Foto: Garten der Evangelischen Tageseinrichtung Zinzendorfhaus, wo die Evangelische Akademie Thüringen ihren Sitz hat. Foto: Annekathrin Härter/ EAT
Die Stelle der Direktorin/des Direktors der Evangelischen Akademie Thüringen ist neu zu besetzen. Sie können sich noch bis zum 30. April 2018 bewerben. Die landeskirchliche Pfarrstelle wird mit vollem Dienstumfang (100 Prozent) für einen Zeitraum von sechs Jahren besetzt. Eine Verlängerung ist möglich. Den vollständigen Text der Stellenausschreibung finden Sie im Amtsblatt (siehe Downloadbereich) der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) und auf der Website der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).
Wer ist für Armut und Elend im globalen Süden verantwortlich? Natürlich gibt es keine einfachen Antworten, aber für Prof. Dr. Stephan Lessenich, Soziologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist klar, dass es einen untrennbaren Zusammenhang mit dem Reichtum in den Industrieländern gibt. Er legte beim Augustinerdiskurs am 12. April 2018 in Erfurt dar, dass die Gesellschaften des Nordens von den Abhängigkeitsverhältnissen des Südens profitierten. Mit Mitteln der Macht würden ökonomische, ökologische und soziale Lasten systematisch in Entwicklungs- und Schwellenländer verschoben. Die Ungleichheit sei enorm groß – und äußere sich nicht nur beim BIP, sondern auch in den Möglichkeiten zu reisen oder bei der Lebenserwartung. Das sei alles nicht neu – aber wir würden es gern und gekonnt verdrängen. So lange die Sintflut uns nicht erreicht, ist doch alles gut, oder?
Klimaaktivistin Dorothee Häußermann beschrieb ihren Kampf für Klimagerechtigkeit und Kohleausstieg. Sie betonte, dass durch die stärker werdenden Initiativen gegen den Kohleabbau die öffentliche Diskussion und damit auch politische Entscheidungen hinsichtlich des Kohleausstiegs möglich würden. Das konkrete politische Engagement und der persönliche Lebensstil seien die beiden Ansatzpunkte, die Veränderung möglich machten. Annelie Buntenbach, DGB-Bundesvorstand, betonte, dass die Frage internationaler Gerechtigkeit für die Gewerkschaften ein wichtiges Thema wäre und die Interessen der Beschäftigten entlang der globalen Wertschöpfungsketten im Fokus seien. Allerdings müsse die Situation der etwa im Niedriglohnbereich Tätigen dringend verbessert werden – und der Kohleausstieg dürfe nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen. Thilo Hoppe, entwicklungspolitischer Beauftragter von Brot für die Welt, wies auf die großen Unterschiede zwischen den Beschlüssen der UN (z.B. die Sustainable Development Goals) und der konkreten Politik hin. Es gelte, die ambitionierten Ziele der Bundesrepublik mit wirkungsvoller praktischer Politik zu unterlegen. Dabei käme es natürlich zu Zielkonflikten: etwa zwischen ökologischen und sozialen Zielen beim Kohleausstieg. Die Herausforderung aber sei, gemeinsam an der Transformation zu arbeiten und dabei die Interessen aller Parteien gleichermaßen zu berücksichtigen.
Bildung war ein viel diskutiertes Wort beim Gemeinsamen Empfang des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer (AEU) und der Landesbischöfin der EKM am 9. April 2018 in Gera. Über 70 Führungskräfte und Verantwortliche aus Wirtschaft, Kirche und Sozialwirtschaft trafen sich bei der Unternehmensgruppe Friedhelm Loh, um sich über die Herausforderungen der Digitalisierung zu verständigen. Gastgeber Friedhelm Loh betonte dabei, dass Angst vor dem digitalen Wandel fehl am Platze sei. Es käme vielmehr darauf an, ihn verantwortlich zu gestalten. Dafür brauche es Hunger nach Bildung und Entscheidungsfähigkeit, die sich aus Gewissen speist. Für die Schärfung des Gewissens sprach sich auch Landesbischöfin Ilse Junkermann aus, wofür es der ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Glauben und der Welt bedürfe.
Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn beschrieb die Digitalisierung als große Herausforderung für die Kommunen und schlug gemeinsame Lösungen von Bund, Ländern und Kommunen vor. Landesbischöfin Ilse Junkermann wog Chancen und Risiken des digitalen Wandels ab und sagte, wenn die Kirche nicht virtuell zu kommunizieren lerne, werde sie auch in der realen Welt an Bedeutung verlieren. Dennoch blieben ihrer Überzeugung nach die Räume physischer Anwesenheit für die menschlichen Beziehungen zentral, die durch das Virtuelle ergänzt würden. Ministerpräsident Bodo Ramelow plädierte für die Rückeroberung der Welt durch die Menschen. Es gehe ihm um die aktive Gestaltung der Umbrüche in einer Weise, die den Menschen diene. Und Bildung sei für ihn das Schlüsselthema, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu bewältigen. Denn die Welt sei zu schön, um sie den Computern zu überlassen.
Abschließend fasste Friedhelm Wachs, Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe Mitteldeutschland und stv. Vorsitzender des AEU, die Diskussion zusammen: Wertorientierte Bildung sei eminent wichtig, um Gewissen und Anstand zu formen. In Schulen solle insbesondere das Lernen gelernt werden. Und das Verständnis von digitalen Prozessen und Algorithmen gehöre unbedingt dazu. Dabei seien Christinnen und Christen weiterhin gefordert.
Wie die idea darüber berichtet, lesen Sie hier. Einen Artikel dazu aus der OTZ finden Sie hier.
Erfinden, Programmieren, Tüfteln und auch mal „um die Ecke denken“: Wie lassen sich spielend und kreativ Lösungen für Probleme finden? Unter dieser Leitfrage fand vom 3. bis 5. April 2018 erstmalig der Workshop „Selbstgebaut! Mit Minecraft spielend Probleme lösen“ in der Jugendbildungsstätte Junker Jörg in Eisenach statt. In kleinen Gruppen oder auch allein stellten sich die Teilnehmenden Herausforderungen im Computerspiel Minecraft und entwarfen dort Schaltkreise, Wegesysteme und Maschinen, um kleine und größere Probleme zu bewältigen. Wie baut man eine möglichst ausgefallene Brücke über ein Gewässer? Wie schafft man es, dass Laternen im Spiel nur nachts leuchten oder Lichter und Türen in einem Haus automatisch funktionieren? Kann man eine Achterbahn mit selbstfahrenden Wagen bauen? Wenn sich in der Umsetzung der Bauvorhaben einmal Schwierigkeiten ergaben, fand sich in der Gruppe schnell eine helfende Hand oder ein guter Rat, um zu alternativen Lösungen zu gelangen.
Erfindergeist und Ideenreichtum waren dabei aber nicht nur am Computer gefragt. In gemeinsamen Diskussionsrunden sprachen die Teilnehmenden unter anderem darüber, wo und wie sie im Alltag an Informationen kommen, wie sie für Ideen und Problemlösungen recherchieren würden und wo man eigentlich Dinge selbst entwickeln oder produzieren kann, die früher nur Unternehmen vorbehalten waren. An zwei Experimentiernachmittagen stellten die Jugendlichen zudem ihren handwerklichen Einfallsreichtum unter Beweis. Aus alltäglichen Materialien wie Pappe, Papier, Kleber und Schnüren entwarfen sie eigene kleine Maschinen wie Autos oder bastelten Brillen, mit denen man den Handybildschirm in virtuelle Realitäten verwandeln kann.
Bei der abschließenden Präsentation konnten Teilnehmende und Eltern dann gemeinsam die in Minecraft erstellten Bauwerke und Mechanismen bestaunen.
Im Sommer geht es in der Jugendbildungsstätte mit dem nächsten Minecraft-Projekt weiter: Vom 2. bis 6. Juli 2018 findet dort die Projektwoche „Demokratie spielend erleben“ statt.
Das Osterfest verspricht einen Neuanfang, denn Jesus Christus ist auferstanden. Auch in der Natur feiern wir mit dem Frühling eine Auferstehung. Nicht nur Flora und Fauna erleben eine Wiedergeburt. Auch für Gemüt und Seele bedeuten die Farben, das Licht, die Wärme und die Düfte eine neue Lebendigkeit.
Wir wünschen Ihnen besinnliche und gesegnete Ostertage!