Bogenschießen, eine Kletterwand, Schmuckbasteln, ein Escape-Room, Tanz und Musik. Das alles und noch viel mehr gab es bei der vierten Jugendkulturnacht am 29.08 auf dem Marktplatz in Eisenach. Von Jugendlichen für Jugendliche organisiert kamen Jugendhäuser, öffentliche Anbieter wie Volkshochschulen, die Wartburgstiftung, Museen und auch die Jugendbildungsstätte Junker Jörg zusammen. Neben dem Bühnenprogramm mit Tanzaufführungen und Musik gab es zahlreiche Mitmachangebote und Workshops. Egal ob beim Aufdecken mittelalterlicher Fake-News, beim Löten eigener Leiterplatten oder beim Bestaunen alter Motoren, überall gab es was zu sehen und auszuprobieren.
Die Jugendbildungsstätte Junker Jörg beteiligte sich mit einem Quiz-Dart. Dabei müssen auf Fragen wie „Was davon ist ein Säugetier?“ oder „Wer war Teil des Warschauer Pakts?“ möglichst viele richtige Antworten markiert werden. Für jede richtige Antwort wurde ein Dart auf die Scheibe geworfen. Umso mehr Punkte, umso mehr Auswahl bei den Preisen. Mit 94 Punkte in 4 Würfen warf ein Jugendlicher bereits recht früh den Highscore, den niemand mehr einholen konnte.
Das Team der Jugendbildung des Junker Jörg freut sich schon sehr auf die Kinderkulturnacht am 19.09 und auf die Jugendkulturnacht 2027.
Ist das ein zorniger hungriger Dino oder noch ein verständiges süßes Chamäleon? Drohgebärde in der Namib-Wüste. Foto: Yathin S. Krishnappa (2011), Wikimedia Commons.
Nach dem christlichen Menschenbild haben ausnahmslos alle Menschen ihre Würde. Die Positionen rechtsextremer Parteien wie die der AfD Sachsen-Anhalt kann die EKM deshalb nicht akzeptieren.
„Kulturfremde Religionen“, „kulturfremde Facharbeiter“, „Mehrwert von Kindern“. Freund-Feind-Kennungen und ethnische Eigennutz-Ethik prägen das Wahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt.
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat das „Pamphlet“ aus christlich-diakonischer Sicht schon im Mai ausführlich kommentiert: Unter der Lupe: AfD-Programm zur Landtagswahl am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt. Der Abschnitt „Arbeit und Wirtschaft“ wurde von Studienleiter Frank Fehlberg bearbeitet. Im folgenden Beitrag fasst er seine Eindrücke vor der wichtigen Wahl zusammen.
Menschlich bleiben: Legitimer Zorn legitimiert keine blinde Wut
Kennen Sie das entlastende Gefühl, wenn Sie jemandem die Schuld geben können oder deftig fluchen? Das benennt die Umstände (aus Ihrer Sicht…), schafft Distanz und setzt idealerweise die nötige Energie frei, um sie zu ändern. Für seine Ziele „zu brennen“ ist nicht ohne Grund positiv besetzt.
Sicher aber kennen Sie auch die demotivierende Abwärtsspirale. Wenn Sie aus dem Schimpfen und Fluchen gar nicht mehr herauskommen: weil sich nichts geändert hat oder Sie die Hoffnung aufgegeben haben, dass sich überhaupt noch was ändern wird. Ihre ganze Energie scheint wirkungslos an den Umständen zu zerschellen. Am Ende werden die Umstände gegen Sie verwendet. Daueraggression oder Gleichgültigkeit stellen sich ein. Sie sind „ausgebrannt“.
Für zu viele laufen Politik, Gemeinwohl und individuelle Perspektiven seit Jahrzehnten auseinander
An diesem depressiv-aggressiven Taupunkt sammelt die AfD in Sachsen-Anhalt derzeit viele ihrer Wähler ein. Angst, Wut und Zorn können die Motivatoren einer Alternative sein – aber auch das Gefängnis des Hasses, der Missgunst und der Menschenfeindlichkeit. Das anhaltische „Regierungsprogramm“ der Alternative für Deutschland (AfD) spricht überdeutlich die Sprache der Menschenfeindlichkeit. Das kann und muss man verurteilen, aber den Umstand selbst und seine (gar nicht) „guten“ Gründe kriegt man damit nicht zu fassen.
Es läuft tatsächlich eine Menge schief: „Deutschland funktioniert nicht mehr“. Das ist der Eindruck, der sich bei weit mehr Menschen als nur den AfD-Parteimitgliedern und ihren Wählern verfestigt hat. Die Preise oben, „die Wirtschaft“ unten (weil man faul sei!), die Infrastruktur ein privatisiertes Wrack mit Herzrhythmusstörungen, der moralische Standard ein doppelter, der globale Ruf pfutsch. Und die etablierte politische Klasse verfährt weiter, als handele es sich um mechanische Konjunkturprobleme, die sich mit dem ökonomischen Modellbaukasten der fortgesetzten Entfesselung des Marktes managen lassen. Viel hilft viel.
Migration und Elitenunfähigkeit. Projektionsflächen allgemeiner Auflösungserscheinungen
Vor allem die Kriege anderer und deren soziale und wirtschaftliche Folgen haben dazu geführt, dass Deutschland zu einem Ziel derjenigen geworden ist, die ihr Leben retten oder ebenfalls mit besserer Perspektive weiterführen wollten. Migration ist damit für viele Deutsche zu dem Symbol geworden, das die Auflösungserscheinungen der Zeit, den verspürten Kontrollverlust und die eigenen Existenzängste in ein „greifbares“ Schuld- und Feindbild überführt. Nicht wenige siedeln die Lösung aller Probleme deshalb pauschalisierend in „der Migration“ an. Ein Kurzschluss, den die AfD spätestens seit 2015 zu verlängern weiß, als Geflüchtete teilweise in improvisierten (Zelt-)Unterkünften in Stadt und Land untergebracht werden mussten.
Insbesondere „im Osten“ setzen die behördlich als gesichert rechtsextremistisch geltenden Landesverbände dabei auf eine deutschselige bis völkisch ausformulierte Gemeinschaftsillusion der Ausgrenzung, um den Resonanzboden für vielfältige Politikenttäuschungen zu schaffen. Anhänger und Wähler finden sich in einem „heimeligen“ Trotz- und Abreaktionskollektiv wieder. Dazu bedarf es dann auch gar keines „Migrationsanteils“ in der Fläche, gerade weil „die Migration“ als Symbol für alles, was schieflief und schiefläuft, auch ohne faktische Vor-Ort-Präsenz funktioniert.
AfD-„Regierungsprogramm“ – Politiksimulation wie die „Altparteien“?
Statt aber Kraft zu Neuem und Besseren – eben zu einer „Alternative“ – aus der Gemeinschaft zu schöpfen, läuft in diesen Kollektiven die Spirale der Angst und des Hasses oft nur beschleunigt weiter. Eine alternative Elite, die wirklich in der Lage wäre, Probleme zu lösen und Umstände positiv zu verändern, braut sich in diesen Druckkammern der Gehässigkeit nicht zusammen. Es ist klar, nach welcher „schlagenden“ Methode die AfD-Elite tatsächlich arbeitet und bei erfolgreicher Regierungsbeteiligung verfahren wird: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ Also gar nicht so anders wie die mit dieser Methode in Verbindung gebrachten „Altparteien“.
Die AfD ist nicht für positive Töne bekannt. Als Oppositionspartei liefert sie kein positives Gegenprogramm oder auch nur eine positive Richtung – sie lebt allein von der destruktiven Kritik des Bestehenden. So kann sie Enttäuschung, Wut, Angst und Rachegefühle aufsaugen und verstärken, ohne diese einordnen oder qualifizieren, geschweige denn zu besänftigen oder in konstruktives Handeln für alle überführen zu müssen. Sie wird deshalb absehbar Klientelpolitik betreiben, wie sie es den „Altparteien“ bis jetzt süffisant vorwirft.
Sündenbock-Strategie vorhersehbar: Unfähigkeit mit Feindbildern kaschieren
Die AfD wird selbst als Regierungspartei immer neue Schuldige, immer neue Feinde und immer neue „Alteliten“ finden, auf die sie die gesammelte negative Energie wird richten können. Sie kann dabei selbst nicht schuldig sein oder versagen, solange andere als Schuldige oder Versager verhetzt und an den Pranger gestellt werden können.
Das Freund-Feind-Schema, nach dem (auch) die AfD Sachsen-Anhalt verfährt, birgt einen gefährlichen Handlungszwang. Zunächst wird sie ihr Versagen auf „die Bundesebene“ schieben – Vermeidung von Wählerenttäuschung durch Wählertäuschung sozusagen. Wenn die eigene Unfähigkeit dann doch irgendwie offenbar zu werden droht und alle Feindbilder und Sündenböcke „verbraucht“ sind, dann lassen sich allerdings Angst und Wut nur noch mit einer Steigerung des Hasses in Gefolgschaft umwandeln – kurz: womöglich mit dem Einsatz von autoritärer Macht und von Gewalt.
Fluchen Sie kräftig! Und dann an die Wahl und an die Arbeit
An dieser Stelle: Fluchen Sie kräftig! Setzen Sie dann Ihre Wut in konstruktive (Eliten-)Kritik um und bringen Sie sich in eine Gemeinschaft ein, die nicht illusorisch und ausschließend, sondern mitmenschlich und vielleicht sogar menschenfreundlich angelegt ist.
Was bewegt dich? Wofür würdest du laut werden? Und welche Botschaft würdest du hinterlassen, wenn die Welt zuhört? Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops „Tanz Deine Revolution“ – einem kreativen Raum für Stencils, Statements und Straßenkunst auf den Konficamps in Wittenberg.
Der Workshop war Teil der bildungspolitischen Tage im Rahmen der Konficamps und bot jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Gedanken, Hoffnungen und Haltungen sichtbar zu machen. Im Zentrum standen selbst gestaltete Stencils (Schablonen) und Statements – inspiriert von Musik, Glauben, gesellschaftlichen Themen und ganz persönlichen Erfahrungen.
Dabei ging es ausdrücklich nicht um perfekte Kunstwerke oder fertige Antworten. Vielmehr standen Ausdruck, Selbstwirksamkeit und gemeinschaftliches Gestalten im Fokus. Mit Sprühkreide und Schablonen entstanden kreative Botschaften auf Papier oder direkt im öffentlichen Raum des Festivalgeländes.
Die Teilnehmenden überlegten sich zunächst eigene Botschaften oder wählten aus bereits vorformulierten Statements aus. In Blockschrift wurden diese dann gestaltet, laminiert und schließlich zu Schablonen zugeschnitten.
In zwei jeweils 90-minütigen Sessions entstand so eine wachsende Galerie mit kreativen Botschaften und Ideen. Zum Abschluss suchten die Jugendlichen mit ihrer Sprühkreide ausgestattet einen finalen Spot auf dem Festivalgelände, um ihre Statements dort sichtbar zu machen.
Die Konficamps in Wittenberg sind große evangelische Jugendcamps für Konfirmand:innen aus ganz Deutschland. Sie verbinden Konfirmandenunterricht, Gemeinschaft und Festivalatmosphäre in einer großen Zeltstadt. Die Jugendlichen verbringen mehrere Tage zusammen, lernen in Kleingruppen, nehmen an Workshops teil, feiern Gottesdienste und Andachten, machen Sport und Kreativangebote und erkunden die Lutherstadt Wittenberg.
Neben „Tanz Deine Revolution“ gab es weitere vielfältige Angebote: von Nachhaltigkeit und Recycling über „Konfis backen Brot für die Welt“ bis hin zu sportlichen Angeboten wie Line Dance oder Jugger. Auch digitale Angebote mit VR-Brillen sowie die Entwicklung von Lyrik, Poesie oder Rap standen auf dem Programm.
Die große Idee der bundesweiten Konficamps entstand im Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum. Der Erfolg führte dazu, dass die Konficamps dauerhaft fortgeführt werden und jedes Jahr in Wittenberg stattfinden. Inzwischen waren zehntausende Jugendliche bei den bundesweiten Camps dabei.
Stencil-Kunst hat eine lange Tradition als Mittel des friedvollen Widerstands und der politischen Aussage. Die Technik ermöglicht es, wiederkehrende Motive zeitverkürzend und flexibel zu reproduzieren – perfekt also, um Botschaften schnell und wirkungsvoll in den öffentlichen Raum zu bringen.
Im Workshop „Tanz Deine Revolution“ wurde diese Technik zum Werkzeug der Selbstexpression: Jugendliche entwickelten gemeinsam Designs, übertrugen sie auf Schablonen und brachten so ihre Ideen sichtbar in die Welt.
Der „Ringelnatzsommer“ hat sich weit über Sachsen hinaus einen ausgezeichneten Ruf erworben. Zur Jubiläumsausgabe des Literatur- und Kulturfestivals war auch Akademiedirektor Dr. Sebastian Kranich vom Kulturhistorischen Museum nach Wurzen eingeladen worden, um über ein bisher wenig beachtetes Thema zu sprechen. Wie hielten es Joachim Ringelnatz (1883–1934), Lene Voigt (1891–1962) und Heinz Ehrhardt (1909–1979) mit der Religion? Wie standen sie zu Glauben, Christentum und Kirche?
Vor rund 100 Besucherinnen und Besuchern zeigte Dr. Kranich am 9. August im Anschluss an den Gottesdienst im Wurzener Dom auf: Ringelnatz hatte sich zwar schlecht im Konfirmationsunterricht benommen, dem er „im Unterbewusstsein mißtraute“ und in dem er „besonders durch Juckpulver Ärgernis erregte“. Jedoch blieb Ringelnatz zeitlebens ein gläubiger Mensch. So dichtete er etwa folgendes „Gebetchen“:
Man betet so sein Tischgebet.
Man betet, wenn man schlafen geht.
Vor Gräbern und vor dem Altar.
Gut! Betet, wenn ihr’s selber wollt.
Dann aber mutig und ganz wahr.
Und lasst euch keines Falles
Dann sagen, was ihr beten sollt.
Gott kennt euch und weiß alles.
Vertraut ihm euer Herzeleid,
Und dankt ihm, wenn ihr glücklich seid.
Und schämt euch nicht. Nein, lacht sogar.
Weil Beten nützt, wenn’s ehrlich war.
Lene Voigt hingegen stand der Kirche ihrer Zeit distanziert gegenüber. 1935 äußerte sie rückblickend auf ihre Kindheit gesprächsweise: „Durch mein sehr gutes Gedächtnis und meine blanke Eins in der Religion geriet ich in den Verdacht, sehr fromm zu sein.“ 1922 war sie Mitglied der KPD geworden und äußerte in proletarischen Zeitungen eine teils scharfe Kritik am Christentum. Ihre Verse von 1921 in der „Roten Fahne“ über „Das arme Kind“ lassen jene Kritik schon anklingen:
„Das arme Kind!“ So rufen laut die Tanten.
„Das arme Kind!“ So seufzen die Verwandten,
Und alle alten Weiber heulen Sturm:
„Dort läuft es, das bedauernswerte Wurm!“
Was nützt es, dass „der Wurm“ ein strammer Junge!
„Das arme Kind“, bleibt’s in der Tanten-Zunge,
Und ob es noch so munter springt und rauft.
Das arme Kind ward nämlich nicht getauft.
Der baltendeutsche Heinz Ehrhardt wiederum brachte angesichts der Weltlage wiederholt Zweifel an Gottes Güte zum Ausdruck, schrieb seiner Frau in der Notlage der Nachkriegsjahre aber zugleich: „Mach dir bitte keine Sorgen: Gottchen wird schon wieder helfen! Du musst nur fest dran glauben.“ Der bei all seinem Erfolg unsichere und eigentümlich schüchterne Mensch nahm sein Leben auf dieser Weise in den Blick:
Ab sofort können sich Wähler:innen mit dem Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 einen schnellen Überblick über die Positionen der antretenden Parteien verschaffen. Das Online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), das in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt entsteht, unterstützt dabei, die eigenen politischen Standpunkte mit denen der Parteien zu vergleichen.
Doch bevor der Wahl-O-Mat online gehen konnte, steckte eine Menge gemeinsamer Arbeit dahinter: Am letzten Maiwochenende kamen 21 Jungwähler:innen aus ganz Sachsen-Anhalt in der Evangelischen Akademie Wittenberg zusammen. Gemeinsam mit Expert:innen aus Wissenschaft, politischer Bildung und Journalismus entwickelten sie die inhaltliche Grundlage des Wahl-O-Maten. Ihr Ziel: Thesen zu formulieren, die politische Debatten in Sachsen-Anhalt aufgreifen, verständlich formuliert und für die Landtagswahl wirklich relevant sind.
Unterstützt wurden die Arbeitsgruppen dabei von Expert:innen aus unterschiedlichen Fachbereichen. So brachte unter anderem die Studienleitung für politische Jugendbildung der Evangelischen Akademie Thüringen ihre Expertise im Themenfeld Bildung und Familie ein und begleitete die Teilnehmenden bei der Entwicklung und Schärfung der entsprechenden Thesen.
An nur einem Wochenende entstanden so mehr als 80 Thesen zu den Themenfeldern Arbeit, Wirtschaft und Finanzen, Bildung und Familie, Inneres, Justiz, Demokratie und Föderalismus, Soziales, Wohnen, Gesundheit, Kultur und Freizeit sowie Umwelt, Energie, Verkehr und Infrastruktur. Der Workshop führte die Teilnehmenden Schritt für Schritt durch den gesamten Entstehungsprozess. Nach dem Kennenlernen und einer Einführung in die Themengebiete ging es zunächst um die Parteienlandschaft in Sachsen-Anhalt. Anschließend wurden in Kleingruppen Ideen gesammelt, Themen geclustert und aktuelle politische Debatten identifiziert. Daraus entstanden erste Thesen, die gemeinsam diskutiert, überarbeitet und schließlich priorisiert wurden.
Im nächsten Schritt waren die Parteien gefragt: Insgesamt 15 Parteien beantworteten die erarbeiteten Thesen und begründeten ihre Positionen. Diese standen in der vergangenen Woche erneut im Mittelpunkt eines Auswahlworkshops. In einem intensiven partizipativen Abstimmungsverfahren wurde schließlich auf die 38 Thesen reduziert, die nun den offiziellen Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026 bilden.
Das Ergebnis ist ab sofort online: Mit den 38 Thesen können Nutzer:innen ihre eigenen Positionen mit denen der Parteien vergleichen und sich so eine Orientierung für die anstehende Landtagswahl verschaffen.
Am 9. Sonntag nach Trinitatis hielt Pfarrer Dr. Sebastian Kranich den Abendmahlsgottesdienst in der Herderkirche Weimar. „Das war mutig.“ Und: „Danke für die klaren Worte“ lauteten zwei Reaktionen bei der Verabschiedung an der Kirchentür. In seiner Predigt über die Berufung des Propheten Jeremia hatte er dessen Zeit mit der unsrigen verglichen und gesagt:
„Wir sind in einer ernsten Situation. Und in dieser Lage ist daran zu erinnern: Das ganze Prophetenbuch Jeremia mit seinen 52 Kapiteln kreist um die Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier im Jahr 587/86 v. Chr. Es kreist um die Fragen, ob die Katastrophe hätte vermieden werden können und warum das nicht geschah.
Jeremia ist darin derjenige, der von Gott beauftragt und ermächtigt wird, vor dem Unheil zu warnen und zur Umkehr zu rufen. Und das sind wir heute als Christen in Sachsen-Anhalt und in Thüringen ebenfalls. Wir sind von Gott beauftragt und ermächtigt, den Mund aufzumachen und unseren Mitmenschen zu sagen, wohin es führen kann und wird, wenn die blaue Partei noch mehr Macht erhält, als sie schon hat.“
Die ganze Predigt können nachlesen können Sie hier.